MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Nils Pettkus (20 J.) hat bei BOCCS in Sambia zwischen Juli 2011 und Juni 2012 zwölf Monate im sogenannten "Anderen Dienst im Ausland" verbracht. Er ist einer der Letzten, für den dieser Freiwilligendienst statt Zivildienst noch möglich war. Zukünftig können Kurzzeitler über den neuen "Internationalen Jugend-Freiwilligendienst" (IJFD) nach Sambia ausgesendet werden. Nils Pettkus berichtet folgend über einige seiner Erlebnisse.

Nach einem Jahr in Sambia bei BOCCS kann ich sagen: "Es war super!" Meine Erwartungen, die ich vorher an Arbeit, Land und Leute hatte, wurden übertroffen. Seit 2008, als ich das erste Mal bewusst von BOCCS las, stand für mich fest, dass ich meinen "Anderen Dienst im Ausland" in Kabwe ableisten möchte. Obwohl ich über die Jahre schon mit den Royal Rangern in der Ukraine viele gute Erfahrungen sammeln konnte, war dieses Jahr in Afrika notwendig, um für meinen weiteren Lebensweg mit Gott eine konkrete zukünftige Richtung zu finden.

Mit den Mitarbeitern vor Ort, mit denen ich zusammengearbeitet habe, ob die Hauptamtlichen im deutschen Team, die Kurzzeitmitarbeiter-Kollegen oder die sambischen Lehrer und Köchinnen, verstand ich mich ausgezeichnet, und auch wenn es hier und da zwischenmenschliche Herausforderungen gab, konnten wir über diese reden und sie beilegen.

Bei der Arbeit gab es immer einen Grund zu lachen, ob für uns Deutsche oder für die Sambier. So verschieden wir kulturell auch sein mögen, im Endeffekt konnten wir immer wieder zusammenfinden. Für mich war die Offenheit und Herzlichkeit der Sambier eine der schönsten Erfahrungen – welche ich mit Sicherheit am meisten vermissen werde. Egal, an welchem Ort ich auch war, ein Gespräch war immer möglich: über die Arbeit, das Wetter, bestimmte, herausstechende Angewohnheiten der Weißen oder Sambier, den Fußballsport, den christlichen Glauben, die Politik oder einfach mal ein "Guten Morgen, wie geht es Ihnen?" - "Bwino, natotela sana!" ("Gut, vielen Dank!"). Aufgrund dieser Tatsache fühlte ich mich gleich herzlich in Sambia willkommen und habe keinen Kulturschock erlebt.

Nils und die Schulköchinnen.

In vielen Reiseführern, auf T-Shirt-Aufdrucken oder Wandmalereien ist immer wieder zu lesen: "Zambia - The Real Africa". Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Arbeit bei BOCCS diesen Spruch zur Wahrheit werden lässt – im Positiven. Wenn ich montags und freitags die Nahrungsmittel für das Mittagessenprogramm an die Schulen in die Compounds (= Armenviertel) ausgeliefert habe, konnte man sagen: Mehr Afrika geht kaum! So nah und real an und mit den Menschen zu sein, das war genau mein Wunsch.

Transport von Lebensmitteln für die SchulspeisungAuch wenn wir besonders während der Regenzeit oft unsere Schwierigkeiten hatten, die vom Regen aufgeweichten und teilweise unpassierbaren Straßen zu meistern - es gab immer ein oder zwei Personen in der Menge der Schaulustigen, die unsere Arbeit kannten. Diese sahen es oft als eine Ehre an, unser Auto aus dem Schlamm zu schieben, da das Essen ja irgendwie an die Schulen kommen musste. Und auch sonst: ob auf einer Tour im Busch mit einem befreundeten Missionar, an den Victoriafällen, bei Wanderungen zu Sambias zweithöchstem Berg oder entlang der sambisch-kongolesischen Grenze oder im Urlaub auf Sansibar – all das waren "wahre Afrika-Erlebnisse" und ich bin dankbar, dass ich sie erleben konnte.

Verdiente Pause nach getaner Arbeit

Natürlich, manche Tage bei der Arbeit mussten im Büro verbracht werden, um alltägliche Arbeiten zu erledigen: Klassenarbeiten kopieren, Zettel falten/schneiden oder Patenbriefe schreiben. Ich muss ehrlich sagen, dass es für mich trotzdem schöner war, draußen zu sein (allein wegen des Wetters). In acht von zwölf Monaten schien die Sonne und es gab kaum Wolken. Es war mir immer eine Freude, an die Schulen zu fahren, Probleme zu erkennen und dann anzupacken. Auch wenn manche Dinge länger Zeit brauchen, als sie in Deutschland benötigen würden: zuletzt konnte die Arbeit erledigt werden.

EvangelisationsnachmittagEin weiterer Punkt, der mich begeistert hat, waren die Evangelisationsnachmittage an den BOCCS Schulen, bei denen ich Gitarre spielen konnte. Welche Freude es doch für die Kinder war, mit uns Lieder zu singen und dabei zu tanzen und zu springen. Auch die Lehrer, Köchinnen und Sozialarbeiter hatten eine Menge Spaß.

Meine Zeit hier vor Ort in Kabwe bestand nicht nur aus "eintöniger" Arbeit, wie man unschwer erkennen kann. Die Abwechslung, die uns geboten wurde, war genial. Auch nach Feierabend war es möglich, sich mit Freunden zum Fußball oder Rugby spielen zu treffen, mal ein Café oder Restaurant zu besuchen oder einfach einen Abend zusammen zu verbringen. Es ist nicht schwer, ein Teil der Gemeinschaft vor Ort zu werden – man muss es nur wollen und seinen Mitmenschen mit der gleichen Freundlichkeit begegnen, wie sie es tun.

Vielen herzlichen Dank möchte ich allen sagen, die für die Arbeit bei BOCCS und auch für mich persönlich gebetet und gespendet haben! Möge Gott es euch reich vergelten!

Nils Pettkus

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