MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Seit nun mehr als einem Monat habe ich einen neuen Kollegen. Jonas Wienstroer aus Bremen wird nun mit mir zusammen bis zum Ende meines Dienstes hier in Sambia arbeiten. Vor eineinhalb Wochen ist Simon Willeke zurück nach Deutschland geflogen. Er wird Mitte Mai nach Sambia zurückkehren, um für ein weiteres Jahr bei BOCCS zu arbeiten.

Mir persönlich geht es weiterhin gut. Ich bin nun sieben Monate in Sambia und nenne es mein Zuhause. Es verbleiben mir "nur" noch vier Monate zu meiner Rückkehr nach Deutschland. Momentan kann ich es mir schwer vorstellen wieder in Deutschland zu leben und möchte die verbleibende Zeit nutzen, meine nicht-christlichen Freunde hier in Kabwe zu Jesus zu führen ... oder sie zumindest auf ihn hinzuweisen, Vorbild sein, Zeit mit ihnen verbringen und für sie zu beten! Auch den Lehrern, Kindern und Köchinnen an den Schulen möchte ich nach wie vor mit Liebe begegnen. Sie sind der Grund warum ich hier bin und es ist schön ein Teil von ihnen zu sein!

Überschwemmte Straßen erschweren die Fortbewegung - für Autos mehr als für Kinder.Probleme der Regenzeit

Die Regenzeit hat vor einigen Monaten hier in Sambia begonnen und viel Veränderung mit sich gebracht. Die Natur ist zum Leben erwacht und die Mais-, Baumwoll- und Bohnenfelder versprechen eine gute Ernte. Leider hat der Regen, der dieses Jahr besonders heftig war – es hat in zehn Tagen so viel geregnet wie normalerweise in einem Jahr – auch viel Leid mit sich gebracht und vielen Menschen das Dach über ihrem Kopf, oder sogar die ganze Behausung genommen. Auch wir erleben in unserem Arbeitsalltag vor allem die Nachteile der Regenzeit. Wir bleiben mit unserem Mini-Lkw besonders in den Compounds stecken, da es dort keine Abflussmöglichkeit für die Wassermassen gibt und das Auto keinen Allradantrieb hat. Besonders dieses Steckenbleiben erschwert unsere Arbeit, kostet Kraft und Zeit, die wir oftmals einfach nicht haben.

Sambia gewann den Africa-Cup

Die afrikanische Fußball-Meisterschaft ist mit einer Überraschung zu Ende gegangen: Sambia (Chipolopolo genannt, was so viel wie "Gewehrkugeln" heißt) setzte sich in Gabun (Äquatorialguinea) gegen die Elfenbeinküste im Elfmeterschießen 8:7 durch. Schon beim Ausschalten des Mitfavoriten Ghana im Halbfinale waren die Menschen in Kabwe außer Rand und Band. Der Erfolg hatte für Sambia eine besondere Bedeutung. Am 27. April 1993 war es ausgerechnet in Libreville (Ghana) zur schlimmsten Tragödie in der Fußball-Geschichte des Landes gekommen. Das Flugzeug mit dem Nationalteam war aus bis heute ungeklärten Gründen abgestürzt. Alle Insassen kamen ums Leben. An diesem Sonntagabend war die Stimmung unbeschreiblich. Nachdem das entscheidende Elfmetertor gefallen war, tanzten mehr als 20.000 Menschen auf den Straßen Kabwes. Jonas und ich als einzige Musungus (Wort für Weiße) wurden mit in den Freudenstrom hineingezogen und wir feierten bis in den frühen Morgen. Auch am Tag danach feierten die Menschen auf der Straße und besonders in Lusaka ist auch in den Wochen danach kein Feierende in Sicht.

Gemeindeerlebnisse

Seit einem Monat besuche ich nun eine Art Hauskreis. Er besteht aus fünf Sambiern, einem Engländer und mir. Unser Leiter Lyle (ein Missionar einer anderen Organisation aus den USA) der bereits seit über zwanzig Jahren in Afrika – die meiste Zeit in Tansania – lebt, ist mir schon vor einigen Monaten Freund und Vorbild geworden.

Mit Freunden aus der Gemeinde bei Essen

Letztes Wochenende haben wir freitags eine neu-gegründete Gemeinde in Lusaka-West besucht, Gottesdienst gefeiert und die neuen Mitglieder ermutigt. Am Tag danach haben wir alle zusammen ein Seminar in den Räumlichkeiten der Salvation Army Lusaka geleitet und Samstagabend, sowie Sonntagmorgen in der Nähe von Mumbwa im Busch verbracht. Dort haben wir einen sambischen Missionar besucht, der nun mehr als zwanzig Jahre in einem Dorf lebt. Seit Beginn seines Dienstes bis zum heutigen Tag, konnte er alle Witchdoctors und Dämonen in den umliegenden Dörfern mit Gottes Hilfe vertreiben, viele Menschen für Jesus gewinnen und Gemeinden gründen.

Nils Pettkus

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