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Alexandra Stender:Ein Jahr für Gott
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- vom 28. April 2011
Alexandra Stender aus der CG Lauenburg hat sich entschieden, Gott vor ihrem Studium ein Jahr ihres Lebens zur Verfügung zu stellen. Die letzten 12 Monate arbeitete sie bei der Organisation "Pais" mit Kindern und Jugendlichen in Kaltenkirchen.
Hallo Alexandra! Du machst ein FSJ mit Pais in Kaltenkirchen bei Hamburg. Was sind dabei deine Aufgaben?
Hey. Meine Aufgaben sind recht vielfältig. Montag bis Mittwoch sind wir vormittags in der Schule und helfen den Lehrern im Unterricht, machen Pausenaufsicht und helfen falls nötig auch mal als Vertretungslehrer aus. Dazu kommt bei mir noch Hausaufgabenbetreuung und nachmittags ein paar Nachhilfeschüler.
Donnerstags findet "Flotti" statt. Das ist ein Spielplatzprojekt im sozialen Brennpunkt von Kaltenkirchen, das von unserer Gemeinde organisiert wird. Dort spielen wir mit den Kindern, essen eine Kleinigkeit und bringen auf die Art und Weise einfach Liebe in deren oft schwieriges Leben.
Daneben stehen noch Veranstaltungen der Gemeinde an, wie Kindergottesdienst, die Jugendgruppe oder vor kurzem Jesus House.
Du arbeitest dort im Team - stelle doch die anderen mal kurz vor.
Iwer (genannt Iwi) ist 22 und macht schon sein zweites Jahr bei Pais. Er ist unser Teamleiter und kommt ursprünglich aus Lübeck.
Seit Februar sind wir mit Louise nun zu dritt. Sie ist Sprachstudentin aus England und macht hier den zweiten Teil ihres Auslandsjahres, das für ihr Studium verpflichtend ist. Das erste halbe Jahr war sie in Frankreich.
Die Organisation, mit der du arbeitest, heißt "Pais" - kannst du erklären, was das ist, wo es herkommt und was die so machen?
Der Name Pais kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Kind", worum es ja bei unserer Arbeit hauptsächlich geht. Pais ist dazu da, den Schülern direkt in ihrem Alltag zu begegnen und durch Beziehungen eine Brücke zwischen Schule und Gemeinde zu bauen.
Pais wurde ursprünglich von Paul Gibbs in England gegründet und ist heute in sieben Ländern vertreten (Tendenz steigend). In Deutschland gibt es Pais seit 2003, zur Zeit schon in 11 Städten. Die Teamgröße liegt meistens zwischen 3 und 5 Leuten, und jedes Team hat andere Aufgaben, je nach Schule und Gemeinde. Manche führen Konflikttrainings durch, andere leiten AG's usw.
Wie bist du auf die Idee gekommen, dieses FSJ zu machen? Was ist das Besondere an einem FSJ mit Pais?
Das erste Mal davon gehört habe ich durch meine Freundin Vanessa, die früher in unserer Gemeinde war und dann zu Pais gegangen ist.
Selbst dazu gekommen bin ich dann mehr durch Zufall (oder Gott?). Auf dem Geburtstag von einem Freund in Kaltenkirchen hörte ich davon, dass dessen Gemeinde noch eine FSJ-lerin für die Flotti-Arbeit sucht. Ich habe mir die Ausschreibung angesehen und mich darauf beworben. Pais wurde dann vor Ort erst gegründet, das war mir aber zuerst gar nicht klar.
Das tolle an Pais ist einfach die Gemeinschaft. Bei den Seminaren lernt man auch die aus den anderen Städten ganz gut kennen und es entstehen sehr gute Freundschaften. Außerdem ist es ein Jahr für Gott, bei dem man auch sehr viel über Gott und sich selbst lernt. Man kann etwas bewirken und seine Zeit sinnvoll für Gottes Reich einsetzen!

Wie wurdest du auf deinen Einsatz vorbereitet?
Das erste Seminar geht ca. 3 Wochen und beinhaltet viel Vorbereitung auf den konkreten Dienst in der Schule und viel Bibelarbeit, Zeit mit Gott und Gemeinschaft mit den anderen Paislern. Durch auf das Jahr verteilte Seminare, wöchentliche Treffen mit den anderen Teams in der Nähe und wöchentliche Inputs von dem globalen Paisleiter und -gründer Paul Gibbs wird man auch während des Pais-Jahres immer wieder gefördert und begleitet.
Du hast doch bestimmt besondere Erlebnisse gehabt - Begegnungen mit Menschen oder persönliche Erfahrungen?
Ich glaube, das schönste Erlebnis für mich war bei der evangelistischen Aktion Jesus House, die wir im Januar in Kaltenkirchen durchgeführt haben. Wir haben dort eine Schülerin kennen gelernt, die wir auf der Schule vorher noch nicht wahrgenommen haben. Sie hat sich bei Jesus House bekehrt und ist jetzt im Gottesdienst und bei der Jugend dabei, hilft bei Flotti mit und so weiter. Sie ist einfach echt begeistert von Gott und mir zu einer sehr guten Freundin geworden!
Aber es gab noch mehr tolle Erlebnisse. Ich merke immer wieder wie sehr ich gebraucht werde (auch wenn ich manchmal leider nicht so viel helfen kann, wie ich gerne würde). Gott verändert mich auch selbst und hilft mir durch Herausforderungen hindurch. Die Seminare sind immer wieder Highlights und einfach die Freude der Kinder und Jugendlichen zu sehen, die wir kennen gelernt haben, ist das schönste an der ganzen Zeit :-)
Wem würdest du ein FSJ mit Pais empfehlen - welche Interessen und Fähigkeiten sollten man mitbringen?
Eigentlich ist ein Jahr für Gott sicher für jeden gut, egal ob bei Pais oder woanders. Da Pais sehr viel mit Gemeinschaft zu tun hat, sollte man definitiv teamfähig sein und ein Herz für Kinder bzw. Jugendliche haben und natürlich für Gott. Für mich ist dieses Jahr auf jeden Fall sehr gut gewesen!
Alexandra möchte andere ermutigen, auch über ein FSJ bei Pais nachzudenken. Wer mehr erfahren möchte, kann sie gerne ansprechen, z.B. über Facebook. Alternativ stellt muelheimer-verband.de gerne einen email-Kontakt her.
Auf folgenden Websites kann man mehr erfahren:
