MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Unter der Überschrift "DISCO" - "DIenen ISt COol" betreibt die Christliche Gemeinschaft Steinsfurt zwei soziale Projekte. In einem Möbellager werden auf derzeit 230qm Fläche Schränke, Betten, Tische und Stühle, Kühlschränke und Waschmaschinen angenommen und für einen kleinen Obolus an bedürftige Menschen abgegeben. Darüber hinaus renoviert ein kleines Team von Freiwilligen dort, wo Familien in dringend sanierungsbedürftigen Häusern oder Wohnungen leben müssen.

"DISCO" ist ein echtes Grass-Roots-Projekt: Es steht keine Programmentscheidung der Gemeindeleitung dahinter, kein Beschluss für mehr soziales Engagement, sondern Breitschaft und Begeisterung einzelner Menschen. Einer davon ist der DISCO-Initiator Andreas Kreß. Er erzählt, wie alles angefangen hat: "Geboren ist der Gedanke "Dienen ist cool!" schon vor vielen Jahren in der Teeniearbeit. Da haben wir über das Dienen gesprochen und uns gefragt, wie wir es umsetzen können. Zu Hause mal die Spülmaschine ausräumen - das hat uns nicht gereicht. Wir kamen dann auf die Idee, den Leuten hinter der Waschanlage kostenlos die Autos zu saugen. Wir haben das mehrmals gemacht, und später sogar Winter- auf Sommerreifen gewechselt. Die Leute waren total verblüfft, und wir konnten unglaublich gut mit ihnen ins Gespräch kommen."

Andreas ist teils selbständig, teils als Sozialpädagoge beschäftigt. Durch seine Arbeit kam er in Kontakt mit einem Jugendlichen und erfuhr, wie dessen Familie leben musste: Fünf Menschen in einem Raum und dabei keine Toilette - man musste zum Nachbarn gehen. "Das hat mich nicht losgelassen und irgendwann merkte ich, dass Gott mir etwas sagen wollte." Andreas stellte einen Bautrupp zusammen, und gemeinsam bauten sie das Dachgeschoss des Hauses aus, um weitere Zimmer zu schaffen. Auch im Keller wurde das Team aktiv: dort gibt es jetzt ein Bad mit Duschmöglichkeit. Natürlich dauert es eine Weile, bis so ein Bauprojekt abgeschlossen ist, da nur in der Freizeit gearbeitet wird. Aber inzwischen arbeitet das Team bei einer anderen Familie, angefragt von der Familienhelferin, die Mitglied einer befreundeten Gemeinde ist. Verschiedene Träger haben Mittel zur Verfügung gestellt, um die benötigten Materialien einzukaufen.

Hier geht es ins DISCO-MöbellagerDie zweite DISCO-Initiative ist ein Möbellager, das seit etwa 3 Jahren besteht. Mit Hilfe von "Quadratmeter-Spenden" wurde dafür eine Industriefläche angemietet, weil ein am Gemeindehaus aufgestellter Container schnell aus allen Nähten geplatzt war. "Irgend jemand braucht immer gerade Möbel, andere wollen gerade welche los werden. Anfangs haben wir nur vermitttelt, aber weil es nicht immer so genau passt, wollten wir auch lagern können. Wir haben nie öffentlich Werbung gemacht, es hat sich einfach herum gesprochen. Die Leute rufen an, wenn sie Möbel abzugeben haben, und wir fahren dann vorbei oder lassen uns vorher Fotos zumailen." Natürlich werden Möbel nicht nur abgeholt, sondern später auch ausgeliefert, wo sie gebraucht werden.

Einmal pro Woche wurde das Möbellager für zwei Stunden geöffnet, aber seit Dezember 2012 gibt es einen zweiten Öffnungstag, denn die Nachfrage ist groß. In der Nähe gibt es ein Integrationscafé und ein Übergangswohnheim; wenn dort einzelne Menschen oder ganze Familie ausziehen, brauchen sie schnell eine neue Wohnungsausttattung. "Es ist toll, wenn eine Familie, die so gut wie nichts hat, sich über unser Möbellager einrichten kann. Es ist ein Wahnsinnserlebnis, die strahlenden Augen zu sehen, und mit praktischer Hilfe Menschen dienen zu können", so erzählt Andreas, was ihn an seiner Arbeit immer noch begeistert.

Die "Elektroabtailung"

Dabei müssen die Kunden inzwischen sogar etwas für die Möbel bezahlen. "Anfangs haben wir alles verschenkt, weil wir es ja auch geschenkt bekommen haben. Aber das passte nicht: Manche Leute haben die Sachen, die wir ihnen gebracht hatten, am nächsten Tag auf den Sperrmüll geschmissen. Oder es kamen Händler, die etwas durchs Weiterverkaufen verdienen wollten." Daher wird heute alles ausgepreist: 30 Euro, 50 Euro und bei Elektrogeräten ggf. auch noch etwas mehr. "Aber wir handeln es dann letztlich immer mit den Leuten aus. Man kriegt schnell mit, wie jemand da steht, und dann geht ein Gefrierschrank nachher doch für 20 Euro, oder ein Möbelstück für 2 Euro raus." So trägt sich die Arbeit auch zu einem gewissen Anteil selbst, so dass Kilometergeld und Miete finanziert werden können.

Andreas (2. v.l.) mit einigen Mitarbeiter aus dem DISCO-TeamFreiwillige Helfer kommen vor allem aus der Gemeinde. Für das Möbellager sind es zur Zeit 5, Tendenz steigend. Manche kommen spontan hinzu, und manchmal sind auch Durststrecken zu überwinden: "Nicht jeder, der am Anfang eines neuen Projektes mitmacht, kann dann auch langfristig dabei bleiben. Es ist dann manchnmal schwierig, selber bei der Stange zu bleiben, und man geht durch ein Tal", weiss Andreas Kreß zu berichten. Aber es gibt auch tolle Ermutigungen: "Wir hatten immer wieder Transportprobleme, wenn wir große Sachen bewegen mussten. Da ist dann ein Unternehmer auf mich zugekommen und hat mir seine gesamte Hängerflotte nach Feierabend zur Nutzung angeboten. Bei so etwas merkt man, dass man nicht alleine ist!"

Gefragt nach den Zukunftsplänen für das Projekt erzählt Andreas begeistert vom "Dream-Center" in Los Angeles (www.dreamcenter.org). Dort hat der Pastor Matthew Barnett mit seiner Gemeinde ein großes Sozialprojekt auf die Beine gestellt, in dem sich viele Christen engagieren, um den Nöten ihrer innerstädtischen Umgebung zu begegnen: Von Renovierung und Straßenreinigung über Nachhilfe für Kinder bis hin zu einer eigenen Klinik. So etwas würde Andreas gerne für die Stadt Sinsheim und Umgebung aufbauen. Ein erster Schritt ist mit den beiden DISCO-Projekten bereits getan.

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