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Mit Gott erlebt:Überraschende Heilung im Nordwesten Ghanas
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- vom 20. April 2011
Marcus Dieckmann aus der CG Mülheim ist zur Zeit vollzeitlicher Missionar in Ghana. Er berichtet von einer dramatisch-überraschenden Heilung in einem Dorf im Nordwesten des Landes. Sein Bericht ist mit freundlicher Genehmigung seinem Blog marcusinafrica entnommen.
Während unserer Zeit in dem kleinen Ort Jirapa im Nordwesten Ghanas haben wir eine kleine Gemeinde mit Schulungen und Training unterstützt. Daneben haben wir verschiedene Dörfer tief im Busch besucht und atemberaubende Erfahrungen gemacht. Von einem beinahe "unglaublichen" Ereignis möchte ich hier berichten.
Joshua (ein Mitarbeiter von OM Ghana) und ich laufen durch eines der Dörfer, um für unser Abendprogramm zu werben. Wir schlendern durch die Gegend, gehen von Haus zu Haus, reden mit den Menschen, beten für sie und laden sie zu unserem Filmabend und Gottesdienst ein. Ein Stromgenerator und ein aus Deutschland gespendeter Videobeamer machen es uns immer wieder möglich, dieses Programm in den entlegensten Winkeln Ghanas zu veranstalten.
So laufen wir also durch das Dorf und laden ein. Irgendwann fällt uns ein junges Mädchen auf. Sie kann scheinbar nicht laufen, ihr Kopf hängt zur Seite und zwei Frauen versuchen sie zu ihrer Liege zu tragen. "Ist sie betrunken?", das jedenfalls kommt mir sofort in den Sinn. Das wäre auch nicht ungewöhnlich in dieser Gegend. Palmwein ist hier eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Das dickflüssige, mit Kräutern durchmischte und stark alkoholische Getränk wird hier ständig und von allen konsumiert. Viele Bewohner mischen sich sogar verschiedenste berauschende Mittel wie Cannabis und andere Drogen ins Getränk. Es ist eine Art Tradition und dient eben auch als Nahrungsersatz. Daher mein Gedanke "Diese junge Frau ist vielleicht betrunken".
Wir gehen zur Familie und laden Mutter, Vater, Töchter, Brüder, Onkel, Tante und die Nachbarn zum Abendprogramm ein. Dann frage ich, was mit diesem jungen Mädchen los sei und ob sie betrunken sei? "Nein", lautet die Antwort "Sie ist schon lange krank. Es fing irgendwann ganz plötzlich an, dass ihr Körper immer schwächer und schwächer wurde, bis sie fast vollständig gelähmt war! Jetzt kann sie nicht mehr laufen, ihre Arme nicht mehr bewegen und ihren Kopf nicht mehr halten. Sie kann nicht mehr alleine essen, sich nicht anziehen, kann nicht mehr reden, nicht mehr hören und wir wissen auch nicht ganz, ob sie überhaupt noch etwas mitbekommt!"
Wow…das ist krass. Ich schaue mir das Mädchen an und erkenne, dass sie völlig abwesend ist. Ihre Augen reagieren nicht auf mich. Irgendwann haben ihre Schwestern keine Kraft mehr sie zu halten und setzen sie in einen Stuhl. Dort sackt sie in sich zusammen. Ein trauriger Anblick.
Meinem Begleiter Joshua und mir kommt der gleiche Gedanke in den Sinn: "Wir müssen für das Mädchen beten!". Und so beten wir für sie - 2 min, 5 min, 10 min … zuerst passiert nichts. Doch dann zuckt das Mädchen plötzlich zusammen …und fängt an sich langsam zu bewegen. Ich erschrecke mich kurz, aber wir beten weiter.
Dann fängt sie an ihren Kopf langsam zu bewegen, dann ihre Arme und schließlich ihre Beine. Die Bewegungen werden immer stärker und offensichtlich passiert irgendetwas mit diesem jungen Mädchen. Da sagt Joshua zu ihr: "Steh auf!" – und plötzlich steht das Mädchen auf. Die neugierigen Beobachter um uns herum können es kaum fassen. Wir sagen dem Mädchen, sie solle laufen und sich bewegen. Etwas unsicher macht sie die ersten Schritte, wird dann immer sicherer und fängt schließlich an zu rennen, zu hüpfen und zu tanzen. Sie ist ganz außer sich. Dann sagen wir ihr, sie solle versuchen zu reden. Zuerst kommen nur einige Laute aus ihrem Mund, aber dann fängt sie plötzlich an zu reden und hört nicht mehr auf. Die Freude und Rührung in ihrem Gesicht spricht Bände. Schließlich kann sie nicht mehr innehalten und muss weinen – vor Freude – sie ist völlig überwältigt und kann selbst kaum fassen, was da gerade mit ihr passiert. Die Familie traut ihren Augen nicht und die Nachbarn können es kaum glauben. Gott hat vor unseren Augen ein Wunder getan und ein schwer krankes Mädchen geheilt.
Noch ganz aufgeregt laden wir alle Anwesenden zum Gottesdienst am Abend ein. Sie kommen – und zwar nicht alleine … mit ihnen erscheinen ca. 400 weitere Menschen – das ganze Dorf ist anwesend. Wow…wie krass! Als wir nachhaken, warum alle Bewohner leicht angespannt sind, klärt uns ein Dorfältester auf: "Das Mädchen war seit fünf Jahren in diesem Krankheitszustand und jeder im Dorf kennt sie. Nun wollen alle wissen, warum das Mädchen wieder gesund ist? Warum kann sie laufen, hüpfen, reden und hören?"
Das ist in der Tat eine gute Frage – und wir können an diesem Abend mit einer guten Antwort dienen. Im Laufe unseres Gottesdienstes gibt das Mädchen dann selbst ein Zeugnis und erzählt von Jesus Christus und wie er sie geheilt hat. Sie tanzt vor allen, hüpft herum und freut sich ihres Lebens. Das ganze Dorf ist begeistert und an diesem Abend wollen ca. 400 Menschen mehr von diesem großen Gott erfahren und wissen.
Was für ein Abend … was für ein Gott. Ich bin von ganzem Herzen beeindruckt!
