MV-offensiv:Im Armenviertel von Jakarta

Seit fast 8 Monaten lebt Jessica Vollborth aus der Paulus-Gemeinde Bremen in Indonesien. Sie hilft in einem von ihr und einigen Freunden gegründeten Zentrum Kindern und Jugendlichen in einem Armenviertel der Hauptstadt Jakarta.

Jessica Vollborth mit einem Kind im JabezKids-ZentrumEs ist unglaublich, wie die Zeit fliegt. So langsam habe ich erst das Gefühl, richtig angekommen zu sein.
Ich leiste hier Aufbauarbeit für ein Schulzentrum in einem Armengebiet Jakartas. Unsere Organisation nennt sich JabezKidz, die entstanden ist, nachdem wir das Gebet des Jabez regelmäßig gebetet hatten.

Meine Arbeit hier ist sehr bereichernd, wenn auch äußerst herausfordernd. Ich leite mit vier anderen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Ländern (und von drei Kontinenten) die Schule. Im Laufe der letzten Monate konnten wir den Unterricht von einem auf vier Tage pro Woche erweitern. Ich bin unter anderem für die Betreuung der Volunteers und die Unterrichts- und Raumplanung zuständig.

Es ist schön zu sehen, wie sich unsere Kinder entwickeln, insbesondere die Teenager. Während der Woche kümmern wir uns ganz besonders um die Teenager und versuchen sie zu fördern. Aber sie unterrichten inzwischen die Kindergartenkinder und verrichten selbständig Arbeiten im Zentrum. Zurzeit arbeiten wir daran, die Mütter und die ganze Nachbarschaftsgemeinschaft mehr zu integrieren, um langfristig Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Das ist bisher gut angelaufen.

Ich finde es sehr schade, dass wir nicht immer offen von dem sprechen können, was uns wichtig ist. Die Menschen wissen hier, dass wir Christen sind, und manchmal bekommen wir von offizieller Seite deswegen Widerstand zu spüren.

Mir hilft es dann, an Johannes 4,37-38 zu denken: "Der eine sät, der andere erntet. Ich habe euch gesandt zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und euch ist ihre Arbeit zugute gekommen." Es ist mein Gebet, dass ich den Boden bearbeiten und säen kann, indem wir mit JabezKidz Vertrauen schaffen und Gottes Liebe durch unser tun weitergeben. Vielleicht kann bald jemand anderes ernten.

Um so mehr freue ich mich über eine Person, die zum Glauben gekommen ist. Ich treffe mich jetzt einmal die Woche mit ihr und unterrichte sie. Es ist toll zu erleben, wie der Heilige Geist sie verändert und wachsen lässt.
Ganz herzliche Grüße aus dem schön warmen Indonesien!

Jessica

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