mv-empfehlung
Anzeigen
Schulungswoche für Mitarbeiter in Ehearbeit und Seelsorge, sowie andere leitende Mitarbeiter.
- Mit Dr. Manfred Engeli & Team
- 19.-25. Oktober 2012
- Im Tagungszentrum Niedenstein
- Weitere Informationen hier
dt 2011 in mülheim
DT 2011:DT-Auftakt in Mülheim mit Beobachtungen und Perspektiven für den MV
- Details
- vom 05. Mai 2011
Zum Auftakt des Delegiertentages in Mülheim machte Präses Ekkehart Vetter "ermunternde und kritische Anmerkungen zum MV, den zwischenkirchlichen Beziehungen und zur gesellschaftlichen Situation."
Mit einem Zitat von Dietrich Bonhoeffer begann E. Vetter seine Anmerkungen zur Lage im MV: Bonhoeffer hatte in seinem Buch "Gemeinsames Leben" ausgedrückt, wie wenig Menschen um die Notwendigkeit des Schriftbeweises wissen und statt dessen nur aus eigener Erfahrung über wichtige Fragen der Zeit entscheiden.
Vetter wies darauf hin, dass gerade zur Zeit viele Fragen gesellschaftlich diskutiert werden, die sehr direkt biblisch-christliche Anliegen betreffen. Als wichtigstes Beispiel nannte er die Präimplantationsdiagnostik (PID), welche die politischen Gremien in Deutschland gerade beschäftigt.
Weiterhin sprach Vetter die anstehende Abstimmung über den Dienst von Pastorinnen und Frauen als Gemeindeälteste an, fasste die bisherige Entwicklung zusammen, und bat noch einmal um Zustimmung zu dem neuen Entwurf, der es Gemeinden ermöglicht, Pastorinnen zu beschäftigen: "Wir bewegen uns auf jeden Fall im gesamtbiblischen Rahmen zu dieser Frage."
Als nächstes thematisierte der MV-Präses die Gemeindegründungsvision des MV und erzählte aus seinen eigenen Erfahrungen als "Gemeindegründungspastor" in der CGS, der Credo-Gemeinde Mülheim-Saarn. "Mein Fazit nach 18 Monaten Dienst sowohl in einer größeren, als auch in einer kleineren Gemeinde, zeigt mir: wir brauchen beides. Große und kleine Gemeinden."
Zur Struktur des MV sagte Vetter: "Seit ich im MV bin, ärgere ich mich über die 'GmbH'; eine 'gemeinnützige' zwar, aber eine GmbH." Diese geschichtlich bedingte Rechtsform sei aus seiner Sicht heute nicht mehr hilfreich, so Vetter, sie sei ein Relikt aus Zeiten, in denen man keine eigenständige Kirche sein wollte, aber dennoch eine Rechtsform brauchte. Insbesondere in Krisenzeiten erweist sich die GmbH als ungeeignet, weil die Einflussmöglichkeit der Gemeinden zu gering ist. Die MV-Leitung hat daher einen Beratungsprozess begonnen, um sich bei Experten für kirchliches Recht über andere Formen beraten zu lassen, z.B. der eines "MV e.V.".
Aus seiner zwischenkirchlichen Arbeit konnte Vetter berichten, dass z.B. die Leitung der ev. Allianz sich in letzter Zeit zunehmend auch mit politisch-gesellschaftlichen Fragen beschäftigt, und auch gehört wird. So wurden einige Allianzvertreter kürzlich zu einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeladen.
Schließlich legte Vetter den Gemeinden die neu-gestartete Aktion "Glaube am Montag" als Themenschwerpunkt für das kommende Jahr 2012 ans Herz.
Bei einer anschließenden Aussprache im Plenum berichteten verschiedene Delegierte von übergemeindlichen Gebets- und Evangelisationsinitiativen vor Ort.
