MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Der Arbeitskreis Christ und Gesellschaft in der Phlippus-Gemeinde Bielefeld lud am 17.6.2011 zu einer Podiumsdiskussion über kirchliche Feiertage ein. Dabei war auch Elmar Brok, Mitglied des Europaparlaments, der sich als Christ u.a. für die Stärkung des arbeitsfreien Sonntags einsetzt. Vom Arbeitskreis berichtet Gerd Knuth:

Elmar Brok, Mitglied des Europaparlamentes und dort Vertreter von über 2 Millionen Ostwestfalen und Lippern, verzichtete an diesem Abend auf seine Teilnahme an der Berliner Rede mit dem polnischen Staatspräsidenten BronisławKomorowski. Brok wollte Akzente bei einer Diskussionsrunde in Bielefeld setzen. Es ging um die Frage, ob und wenn ja, welcher kirchliche Feiertag – nach dem Buß- und Bettag – als nächster gestrichen werden könnte.

Mit von der Runde waren der Vorstandsvorsitzende der von Bodelschwinghschen Stiftungen, Pastor Ulrich Pohl und der Bielefelder Unternehmer Dr. Wolfgang Böllhoff. Trotz kritischer Einwürfe etwa zur gesetzlichen Regelung des Karfreitages, waren sich die drei Diskutanten einig, dass es nicht zur Abschaffung weiterer kirchlicher Feiertage kommen dürfe. Vielmehr sei es wichtig, Motive und Inhalte kirchlicher Feiertage, den Sinn des Sonntages und den Nutzen für den Menschen wieder neu ins Bewusstsein der Bürger zu bringen.

Moderatoren und Gäste der Podiumsdiskussion

Ulrich Pohl hatte durchaus Verständnis, wenn das Unwissen in der Bevölkerung bisweilen zu skurrilen Ergebnissen führte. So hatte man in Teilen der ehemaligen DDR den Himmelfahrtstag für einen Tag für Kosmonauten gehalten. „Wir als Kirchen haben selbst zur Säkularisierung, zur Unkenntnis beigetragen, der christliche Inhalt hat sich nach und nach aus den Feiertagen fortgeschlichen“, merkte Pohl selbstkritisch an.

Der katholische Unternehmer Böllhoff forderte, den kirchlichen Feiertagen wieder mehr Bedeutung beizumessen und deren Inhalte über den Religionsunterricht zu vermitteln. Brok sah dagegen vor allem das Elternhaus und die Kirche in der Pflicht. „Es ist nicht Aufgabe des Staates, christliche Inhalte durchzusetzen“, so Brok. Er wünschte sich, dass mehr Menschen in der Bürgergesellschaft aktiv für ihren Glauben einstehen und ein eindeutiges Profil zeigen: “Seid doch missionarisch!“. Toleranz werde falsch verstanden, wenn man sich anderen Religionen gegenüber Beschränkungen auferlege, so der Europapolitiker.

Brok wies sich als Initiator eines europaweiten Bürgerbegehrens für den Schutz des arbeitsfreien Sonntages aus. Im kommenden Jahr müssten dazu eine Million Unterschriften gesammelt werden: "Das sollte uns der Sonntag wert sein."

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