MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Vom 4.-12.11.2012 reiste eine kleine Gruppe mit HIS Weil der Stadt nach Niger/Afrika. Grund für die Reise war ein Besuch bei HIS (Hosanna Institute of Sahel, Niamey), einer mit der Christus-Gemeinde Weil der Stadt verbundenen Arbeit. Die CG Weil der Stadt ist seit einigen Jahren Partner der dortigen Arbeit in einem stark muslimisch geprägten Land, die von Yakouba Seydou und seiner Frau Renate ins Leben gerufen wurde.

Reiseleiter der Gruppe war der Vorsitzende von HIS Weil der Stadt, Sebastian Schöpps. Außerdem mit dabei war Jonas Vetter, der in der CG Weil der Stadt sein Vikariat macht, dann einer der Pastoren und Referenten der LAHOE (Langensteinbacher Höhe) Reiner Wörz, der Geschäftsführer von Alpensolar Deutschland Daniel Kube und Sabine Vetter, Mülheim an der Ruhr.

Die bunt gemischte Gruppe erlebte vor Ort intensive Begegnungen mit dem HIS-Leitungspaar Renate und Yakouba Seydou und inspirierende Momente bei Besuchen der Projekte von HIS bzw. deren Partnerschaften vor Ort.

Die Niamey-Reisegruppe

Die Situation im Land

Das Land Niger ist das zweitärmste Land der Welt, zu 90% muslimisch und zu 10% christlich geprägt. Die Nigrer sind ein sehr friedliebendes Volk, zu dem eine große Anzahl an Nomadenstämmen gehört. Sie sind umgeben von Ländern, in denen es immer wieder (auch gegenwärtig) politische Unruhen gibt, die ins Land schwappen und den Nigrern das Leben schwer machen. Gerade für Weiße ist es derzeit nicht möglich, in alle Teile des Landes zu reisen bzw. es wird davon aufgrund von Kidnapping-Vorkommnissen abgeraten.

Projekte

HIS hat eine eigene Radio- und Fernsehstation, die rund um die Uhr senden. Das ist eine große Herausforderung für die Mitarbeiter, aber auch eine sehr schöne Aufgabe. Büroräume gibt es in verschiedenen Gebäuden, die zur Zeit noch angemietet sind; hier wird über Eigentum in einem Gebäude zusammen mit der Radio-und Fernsehstation nachgedacht.

Das HIS angeschlossene Krankenhaus für überwiegend werdende Mütter und die Nachsorge für Neugeborene und Kinder bis 5 Jahren ist ein weiteres Projekt, das wir uns angesehen haben. Hier wird auf für so ein armes Land hohem Niveau ganze Arbeit an den Patienten geleistet. Kleinkinder bis 5 Jahren werden kostenfrei behandelt. Das Krankenhaus wird derzeit von nur einem Arzt geleitet, es fehlt noch an einer weiteren Fachkraft.

HIS-Krankenhaus

An einem anderen Tag fuhr Yakouba mit uns zu einem Dorf mit 2000 Einwohnern, Sarando. Auch dieses Dorf ist überwiegend muslemisch geprägt. Im nahen Umfeld des Dorfes konnte HIS ein größeres Stück Land erstehen, das nun nach und nach bebaut wird. Hier gibt es bereits eine Kirche, die derzeit noch sehr klein ist, doch es kommen immer mehr Menschen dazu. Auf dem Gelände der Kirche/Gemeinde sollen Wohnungen für zukünftige Bibelschüler entstehen. Auf einem weiteren Geländ sind bereits kleine Argrareinheiten entstanden.

Multikulturelle Gemeinde

Am Sonntag lernten wir dann noch die Gemeinde vor Ort kennen. Wir fanden eine bunt gemischte Ansammlung von Menschen vor, die sich sowohl äußerlich (Kleidung) als auch in ihrem Auftreten sehr voneinander unterschieden. Es würden hier ca. 13 Sprachen gesprochen, wurde uns erklärt. Alle "tribes" (Stämme) treten in Form eines Liedes/Gesang im Gottesdienst auf. Die Predigt wird vom Französischen in die verschiedenen Sprachen übersetzt, indem sich die Gruppen um "ihren" Übersetzer scharen. Da wir Deutsche alle nicht ausreichend französisch beherrschten, hatten auch wir Übersetzerinnen: Renate (die Frau des Pastors) und Tanja Osterried aus der Gemeinde Weil der Stadt, die derzeit in Niamey lebt.

Gottesdienst in 13 Sprachen

Unsere Gruppe reiste am 12.11. bereichert und inspiriert ins kalte Deutschland zurück – mit dem Wunsch, dass es nicht das letzte Besuch in Niger gewesen sein möge!

Sabine Vetter
Mülheim an der Ruhr


Wen der komplette Reisebericht interessiert, kann ihn sich auf dem Blog von Sabine Vetter ansehen.

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