MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Am 10./11.11.2012 wurde die Christliche Gemeinschaft in Ellmendingen zu einem mittelalterlichen Schauplatz: Mirjana Angelina (Gospel Art Studio, München) spielte das Theaterstück "Katharina Lutherin zu Wittenberg". Dieses kulturelle Angebot wurde am Samstag von ca. 150 und am Sonntag im Rahmen des Süd-West-Bund-Tages von ca. 350 Besuchern wahrgenommen.

Am Samstagabend wurden die Besucher schon vor dem 90-minütigen Theaterstück durch die mittelalterliche Gestaltung des Foyers auf die altertümliche Zeit eingestimmt. Entsprechend gekleidete Mitarbeiter der CG reichten kleine Appetithäppchen, wie zum Beispiel "Apfelkuchen zu Wittenberg" und "Katharinas Kräuterbrot".

Die Besucher wurden von einem mittelalterlichem Catering-Team begrüßt.

Mirjana Angelina begeisterte durch ihr facettenreiches Schauspiel. In der ersten von 16 Szenen spielte sie die "Lutherin" kurz vor ihrem Tod im Jahr 1552. Die darauffolgende Szene, in der M. Angelina als 23jährige Nonne erschien, war dann Anfang einer chronologischen Szenenfolge, nur kurz durch Lichteffekte und Musik getrennt. Für Umkleidearbeiten zwischen den Szenen blieb der Schauspielerin kaum mehr als eine Minute. Mirjana Angelina vermittelte in ihrem "Ein-Frau-Stück" den Eindruck, dass die historischen Figuren Luther, Melanchthon u.a. - wenn auch unsichtbar - doch tatsächlich auf der Bühne waren. Bei den dargestellten Höhen und Tiefen im Leben der "Lutherin" hatte das Publikum das Gefühl, dabei zu sein: man lachte und weinte gemeinsam mit einer mutigen Frau, die vor immer neuen Herausforderungen stand.

Mirjana Angelina in Katherina LutherinAls 26-jährige aus dem Kloster entflohene mittellose Frau gilt sie als nicht mehr zu verheiraten. Und doch wendet sie sich kühn an Martin Luther selbst. Dieser schlägt die Ehe nicht aus - doch mit welcher Motivation? Wie im Theaterstück dargestellt, um "seine Schriften gegen den Zölibat zu bekräftigen, dem Papst und dem Teufel eins auszuwischen, seinen Sohnespflichten gegenüber seinem Vater gerecht zu werden und einen Nachkommen zu zeugen und aus Erbarmen gegenüber Katharina von Bore ...“ Dennoch wurde aus dieser Verbindung eine enge und von Liebe geprägte Beziehung. In allen Lebenssituationen fasste Katharina immer wieder Mut, ihr Leben aus Gottes Hand zu nehmen. Aus der Hand, die ihr die nötige Kraft gab. Dieser Eindruck blieb bis zum Ende des Stückes, als Mirjana Angelina in der Rolle der gealterten Katharina Lutherin die Bühne verließ. Dabei sang sie das Lied: "Ein feste Burg ist unser Gott".

In einer anschließenden Gesprächsrunde sagte die Schauspielerin, dass "eigentlich der Mann" sie zu dem Stück inspiriert habe. Sie hätte ursprünglich ein Martin-Luther-Stück für wenigstens 12 Schauspieler schreiben wollen. Im Tun stellte sie dann fest, dass die Solovariante leichter und effektvoller umzusetzen sei, da die dargestellten Personen nun "unsichtbar" auf der Bühne erscheinen würden.

Mirjana Angelina in Katherina Lutherin

Was blieb den Zuschauern nach dem Stück? Man nahm die Erinnerung mit nach Haus, dass Gottes Wort, die Bibel, sich nicht geändert hat. Auch heute dürfen wir mit Katharina von Bora auf seine Hilfe vertrauen, denn: "Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben." (Psalm 46,2)

Christiane Ratz

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