MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Ekkehart Vetter ist neuer stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz. Die Wahl erfolgte am 28. März 2012 bei der Sitzung des EAD-Hauptvorstandes in Bad Blankenburg.

Ekkehart Vettermuelheimer-verband.de: Ekkehart, herzlichen Glückwunsch zur Wahl! Hast du damit gerechnet?

Ekkehart Vetter: Nein, ich habe nie mit einer solchen Verantwortung in der Evangelischen Allianz gerechnet. Aber vor der Wahl war mir schon bekannt, dass ich vermutlich vorgeschlagen werden würde. Ich konnte mich daher auch vorher noch mit der MV-Leitung absprechen, die meine Kandidatur befürwortet hat.

mv: Dein Vorgänger Theo Schneider ist zurückgetreten - aus welchem Grund?

EV: Theo Schneider hat den stellv. Vorsitz elf Jahre lang innegehabt und diese Aufgabe all die Jahre super ausgefüllt. Sein Rücktritt hängt mit der Wahl von Michael Diener als 1. Vorsitzenden zusammen. Beide gehören zum Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften). Es ist innerhalb der Allianz üblich, dass jeweils ein Landeskirchler und ein Freikirchler die Vorsitzenden sind, und daher wollte Theo Schneider den Platz für einen freikirchlichen Vertreter frei machen.

mv: Welche neuen Aufgaben kommen denn jetzt auf dich zu?

EV: Das muss ich im Tun jetzt selber erst einmal heraus finden. Zum geschäftsführenden Allianzvorstand gehöre ich ja auch schon seit ein paar Jahren, kann von daher das eine oder andere einschätzen, aber ab jetzt sozusagen "gesetzt". Ich denke, dass vielleicht die eine oder andere Begegnung dazu kommt. Darüberhinaus Aufgaben von Sitzungsleitung, Vor- und Nachbereitung von Sitzungen.

Es gibt aber keine feste Aufgabenteilung zwischen den beiden Vorsitzenden - der 1. Vorsitzende hat die Hauptverantwortung, und der zweite ist sein Stellvertreter. Michael Diener ist ein Glücksfall für die Allianz, und ich will ihn gern mit meinen Möglichkeiten unterstützen.

mv: In einer idea-Pressemitteilung wurde betont, dass nun ein "Gnadauer" und ein "Mülheimer" zusammen die Allianz führen. Damit wird auf die Konflikte am Beginn der Pfingstbewegung in Deutschland und die Berliner Erklärung angespielt. Kommen diese Dinge denn im Miteinander innerhalb der Allianzleitung überhaupt noch zum Tragen?

EV: In der Praxis des Miteinanders merkt man das gar nicht mehr. Aber bei so einer Wahlentscheidung wird es schon sehr bewusst wahr genommen. Für mich ist das einfach ein bemerkenswertes Nebenprodukt, dass Michael Diener und ich hier nun eng zusammenarbeiten werden und damit auch öffentlich wahrgenommen wird, was unsere beiden Verbände 2009 in dem gemeinsamen Papier zu "100 Jahre Berliner Erklärung" ausgedrückt haben.

mv: Was ist für dich der besondere Beitrag, den die Allianz in der christlichen Landschaft in Deutschland leistet?

EV: Die Allianz steht für ein bestimmtes geistliches Profil, ihre Glaubensgrundsätze sind immer noch aktuell und geben vielen Menschen in Deutschland eine gemeinsame Glaubensbasis. Und sie fördert wichtige Ziele - das Gebet, Gottes Wort bekannter machen, Christen vernetzen und Stellung zu gesellschaftlichen Fragen nehmen. Das kann und soll auch jeder alleine tun - aber im großen Verbund wird das viel mehr wahrgenommen, und das halte ich für sehr wichtig.

mv: Gibt es denn Anliegen, die du innerhalb der Allianz besonders fördern möchtest?

EV: Sie ist ja ein Netzwerk von Christen, von einzelnen Menschen. Und da ist es gut, wenn möglichst viele sich darin investieren. Mir ist es ein Anliegen, dass die gute Vernetzung, die innerhalb der Allianz herrscht, weiter verstärkt wird.

mv: Wenn du an den MV denkst - gibt es Themen aus der Allianz, für die du dir in deinem eigenen Gemeindeverband einen größeren Stellenwert wünschst?

EV: Die Allianz ist gut darin und gleichzeitig sicher auch weiter entwicklungsfähig, die insbesondere für Christen wichtigen gesellschaftlichen Themen wahr zu nehmen und dann auch dazu Stellung zu beziehen; nicht zuletzt durch ihren Beauftragten am Sitz der Bundesregierung. Da haben wir als Verband noch Nachholbedarf. Wir müssen natürlich nicht zu allem und jedem etwas sagen, aber für die wirklich relevanten Punkte z.B. in der Ethik, Familien- und Friedenspolitik oder Ökologie würde ich mir das wünschen.

mv: Für das Gespräch herzlichen Dank - und viel Segen für deine neue Aufgabe!

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