MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Alex Kelly ist seit September 2013 Vikar für die "Junge Gemeinde" in der Spandauer Josua Gemeinde. Er erzählt, wie es ist, nun hauptamtlich in der eigenen Herkunftsgemeinde zu arbeiten, und welche Wünsche er für die zweite Vikariatshälfte hat.

Alex und Lucia KellyMein Name ist Alex Kelly und ich bin 28 Jahre alt. Meine Frau Lucia und ich sind seit viereinhalb Jahren verheiratet, und wir freuen uns schon sehr auf unser kleines Töchterchen, die bereits auf dem Weg ist und Mitte Oktober das Licht dieser Welt erblicken wird. 2008 begann ich am Theologischen Seminar der Ev.-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) in Elstal mein Studium und bekam im Juli 2013 meinen M.A. in Evangelischer Theologie verliehen. Anfang September des selben Jahres wurde ich in die Josua Gemeinde in Berlin-Spandau als Pastor im Vikariat für den Bereich "Junge Gemeinde" berufen.

Meine Frau gehörte mit vier Jahren zu einer der Familien, die aus der Lukas-Gemeinde ausgesandt wurden, um die Josua Gemeinde zu gründen. Mit 15 Jahren begann ich die Jugendgruppe zu besuchen und wurde so ein Teil der Gemeinde. Wir sind also beide schon sehr lange dort, tragen die "Josua-DNA" in uns und haben sie zum Teil auch mit geprägt. Die Arbeit der Gemeinde ist für uns beide zur Herzenssache geworden.

An dieser Stelle wird vielleicht der ein oder andere folgendes denken: "Was?! Der Typ ist in seiner Heimatgemeinde angestellt?! Warum?" Es scheint eher ungewöhnlich zu sein, dass man nach seinem Studium in der Gemeinde seinen Dienst antritt, in der man aufgewachsen ist; zumindest wurde mir das hin und wieder so reflektiert: "Die Mitglieder der Gemeinde haben doch keinen Respekt vor dir" oder "man muss doch mal andere geistliche Luft schnuppern", sind zwei von wenigen Argumenten, die ich manchmal höre.

Doch ich kann sagen, dass es eine gute Entscheidung war. Ich genieße es, mit den Menschen in meinen Arbeitsbereichen zu arbeiten, denn es sind viele gefestigte Beziehungen vorhanden, außerdem muss das Vertrauen nicht erst "erarbeitet" werden - das macht die Arbeit neben den üblichen Herausforderungen deutlich einfacher. Wir merken, dass uns in vieler Hinsicht großes Vertrauen geschenkt wird.

Meine Frau und ich haben schon länger vor allem im Bereich Jugend und Lobpreis ehrenamtlich mitgearbeitet. Da ich aber durch die Anstellung nun mehr präsent bin und mehr Zeit in Jugendliche, Mitarbeiter und Leiter investieren kann, dürfen wir eine gewisse Aufbruchstimmung in einigen Bereichen erfahren. Neben meiner Mitarbeit in der Gemeindeleitung und verschiedenen Gemeindeveranstaltungen ist meine Hauptzuständigkeit die "Junge Gemeinde": IMPACT 20+ (junge Erwachsene), Teeny-Glaubenskurs, Teensclub (offene Jugendarbeit) und die Jugend "U-Turn" mit regelmäßig 40 Teilnehmern.

Die Josua Gemeinde hat eine starke Stadtteilorientierung: Die sogenannte "Spandauer Neustadt" ist ein sozialer Brennpunkt, in dem viele Menschen und Familien leben, die es in der Gesellschaft nicht leicht haben. Dieses Umfeld direkt vor der Tür und die hohe Anzahl von Migranten und Arbeitslosen macht den Dienst der Josua Gemeinde einzigartig. Umso mehr erleben wir als Gemeindeleitung, wie sehr wir auf die Stimme Gottes angewiesen sind!

Auch hier ist Alex im Brennpunkt - allerdings in diesem Fall nicht in der Spandauer Neustadt.

Seit fast einem Jahr bin ich nun als Pastor im Vikariat angestellt, und ein Jahr liegt noch vor mir. Es war bisher sehr spannend, spaßig und anstrengend zugleich! Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir mehr Zeit wünschen! Mehr Zeit für Menschen, Projekte, Mitarbeiter, Leiter und andere Dinge. Das wird für mich wohl immer eine Herausforderung in der Gemeinde bleiben: Worin investiere ich meine Zeit? Da bleibt mir nichts anderes übrig, als auf Gott zu hören und nach seinem Willen zu fragen.

Wo wir nach meinem Vikariat sein werden, ist noch nicht abzusehen. Bleiben wir? Gehen wir? Ich will jedenfalls mit Gottes Hilfe und so gut es geht in Menschen investieren! Wir als Josua Gemeinde sind in Bezug auf Mitarbeiter sehr gesegnet, ich merke aber auch, wie viel Engagement nötig ist, um ein funktionierendes Team zu bauen und zu halten. Auch ist es herausfordernd, die Teenager aus der offenen Arbeit und dem Glaubenskurs in die Jugend und Gesamtgemeinde zu integrieren. Das funktioniert hauptsächlich durch Beziehungen, und daher wünsche ich mir, dass es auch in Zukunft in unseren Gemeinden Menschen gibt (ob ehren- oder hauptamtlich), die gerne "an den jungen Menschen dran sind"!

Einer meiner Lieblingsverse (und gleichzeitig unser Trauspruch) ist Nehemia 8,10: "... denn die Freude am Herrn ist eure Stärke." Für meine Frau und mich ist die Freude Gottes über uns und unsere Freude an Gott die größte Motivation für unseren Dienst.

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