MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Der zehnte Jahrestag von "9/11" war ein Sonntag. In den Gottesdiensten der MV-Gemeinden wurde das Ereignis thematisiert, aber deutlich weniger, als in den Medien vor und nach diesem Tag.

Kreuz am Ground Zero in New YorkAm 11. September 2001 wohnte ich in den USA und habe die Bestürzung der Menschen dort (ebenso wie meine eigene) hautnah erlebt. Durch Emails und Telefonate habe ich damals erfahren, dass auch in meiner Heimat viele bestürzt waren. Zum zehnten Jahrestag des Ereignisses zeigte die Medienberichterstattung, dass 9/11 noch immer die Menschen bewegt.

Es hat mich interessiert, ob und wie in den Gemeinden des MV am vergangenen Sonntag über den 11. September geredet wurde, und darum fragte ich am Tag danach bei einigen Pastoren und Gemeindeleitern herum.

In Flensburg startete Manfred Vetter den Gottesdienst der "Arche" mit: "Die Welt ist voller offener Wunden: Der Terrorismus hat eine tiefe Wunde gerissen am Ground Zero. Am Horn von Afrika wird gehungert. In unserer Stadt wächst die Einsamkeit. Beziehungen zerbrechen. Und in  jedem  Gottesdienst sitzen Menschen mit tiefen Verletzungen. Der Prophet Isaja verspricht im Wochenspruch für die neue Woche nach dem 11. September in Gottes Namen: 'Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.'"

Klaus Pache sagte im Gottesdienst der Paulus-Gemeinde Bremen: "Immer wieder wird gefragt, wie das passieren konnte. Und es ist ja nur die Spitze eines Eisberges voller Hass und Gewalt. Der internationale Terror kostet überall in der Welt tausenden von Menschen jährlich das Leben. Eine andere Zahl hat mich erschüttert: In den USA sterben jede Woche, laut einer Vergleichsstudie von UNICEF, 27 Kinder an Misshandlung und Vernachlässigung. 3000 Kinder sterben weltweit pro Tag, weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Die Zahl kann ich nicht denken und will sie mir nicht vorstellen. Was braucht diese Welt? Wer heilt ihren Schaden?"

Schriftzug am Ground-Zero-BauzaunDie Christus-Gemeinde Mülheim veranstaltete einen Gästegottesdienst mit dem Thema "PEACE - von Risiken und Nebenwirkungen heiliger Worte (10 Jahre 9/11)". Moderatorin Britta Sichelschmidt  berichtete von einer persönlichen Erfahrung: "Bei unserem letzten Besuch in New York haben wir den Ground Zero besucht. Die größte Baustelle der Welt war zu diesem Zeitpunkt noch komplett durch einen Bauzaun begrenzt. Da Ground Zero ja in irgendeiner Form bereits von Beginn an eine Gedenkstätte war, wurde dieser Bauzaun 'streng bewacht'. Nichts durfte an ihn angebracht werden oder gar dran geschrieben werden. Und doch haben wir an einer Stelle folgendes entdeckt: 'Remember, Jesus loves the people you hate.'"

In zahlreichen Gemeinden, so fand ich heraus, wurde nicht inhaltlich auf das Datum eingegangen. Zum Teil wurde stattdessen, wie z.B. in der Arche Lübeck, für die Angehörigen der Anschlagsopfer gebetet.

Ganz bewusst verzichtete die Philippus-Gemeinde Bielefeld auf eine Erwähnung. Pastor Edwin Schulz erklärte: "Ich habe damit meine Probleme, weil ich nicht alles glaube, was dazu in der Zeitung steht. Von daher möchte ich im Gottesdienst keine Dinge weiter geben, von deren Wahrheitsgehalt ich nicht zu 100% überzeugt bin."

Dirk Seifert

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