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Vereinigung ev. Freikirchen, Frankfurt/M.:Freikirchen bestärken die Bundeskanzlerin zum Ausstieg aus der Atomkraft

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat unter dem Vorsitz der evangelisch-methodistischen Bischöfin Rosemarie Wenner aufgrund des Erdbebens in Japan und der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima eine Stellungnahme verfasst und der Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, in einem Schreiben zukommen lassen.

VEF-Präsidentin Rosemarie WennerDas gab der VEF-Pressesprecher Peter Jörgensen (Berlin) in einer Pressemeldung am 31.3.2011 bekannt. Das Leid der Überlebenden und die Sorge vor radioaktiver Verstrahlung auch vieler nachfolgender Generationen begründe die Verantwortung, die Stimme zu erheben.

Im Schreiben an die Bundeskanzlerin bestärken die Mitgliedskirchen der VEF die Bundeskanzlerin unter anderem darin, "ein so genanntes 'Restrisiko' nicht länger in Kauf zu nehmen, alle schon abgeschalteten Atommeiler nicht wieder ans Netz zu schließen und für die restlichen Atomkraftwerke alle Möglichkeiten zu einem schnellstmöglichen Ausstieg zu prüfen und zu nutzen." Sie weisen darauf hin, dass der nach jüdisch-christlichem Menschenbild gültige Auftrag, die Erde zu beherrschen auch "das demütige Anerkennen menschlicher Grenzen" einschließe.

Neben der Bereitschaft, den eigenen Lebensstil zu ändern und die Kirchengemeinden zu ermutigen, aus diesen Geschehnissen Konsequenzen zu ziehen, sichern die Vertreter der VEF der Bundeskanzlerin ihre volle Unterstützung zu, "in Verantwortung vor Gott und den Menschen die Position zur Energiepolitik grundlegend zu überprüfen".