MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Der Hamburger Verein Mission Freedom setzt sich für die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution ein. Nach Vorwürfen in verschiedenen Medien wurde eine Klarstellung veröffentlicht, auch der Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich sprach dem Hilfsverein seine Solidarität aus.

Am 20. Februar 2014 soll Gaby Wentland für ihr Engagement für die Opfer von Zwangsprostitution ausgezeichnet werden. Nominiert von Hamburger Abendblatt wurde ihr der Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen zugesprochen. Vor dem Jahreswechsel gab es nun Kritik durch die Berliner "Tageszeitung" und das NDR-Fernsehen. Vorausgegangen war eine Anfrage der Linkspartei an den Hamburger Senat, ob es seitens der städtischen Behörden Zusammenarbeit mit Mission Freedom gäbe. Dies wurde verneint, mit dem Hinweis auf fehlende fachliche Kompetenz und eine spezifisch religiöse Ausrichtung des Vereins.

Belastet ist besonders das Verhältnis mit dem Landeskriminalamt Hamburg, dort bestehen Zweifel an der Lebensgeschichte einer Betroffenen, die auf einer Informations-DVD von Mission Freedom von ihrem Schicksal berichtet.

Auf seiner Webseite mission-freedom.de veröffentlichte der Verein nun eine Stellungnahme, um den erhobenen Vorwürfen zu widersprechen. Die Informations-DVD wurde zwar aufgrund der Anfragen vom Markt genommen, jedoch gebe es für den Verein "keinen Anlass, dieser Frau nicht zu glauben". Auch seien weitere, ähnliche Schicksale bekannt. Tatsächlich bestehe gegenüber dem LKA eine unterschiedliche Auffassung darüber, wie viele Minderjährige in Hamburg von Zwangsprostitution betroffen sind, laut der Behörde komme dies nur sehr selten vor. Mission Freedom hält dagegen, dass der Hamburger Senat dazu keine offiziellen Zahlen habe, und dass betroffene Frauen immer wieder davon berichten.

Entschieden wies Mission Freedom die Vorwürfe zurück, den Bewohnerinnen ihrer Schutzwohnung "Home" mit Zwängen zu begegnen. "Es werden Frauen jeder Nationalität und Religion aufgenommen und sie können ihre eigene Religion ausüben. Ein Großteil der bisher im MISSION FREEDOM HOME untergebrachten Frauen sind Muslima." Auch könne jeder mit einem eigenen Schlüssel frei kommen und gehen. Auf der Vorwurf eines Handyverbots wurde zurückgewiesen. Die Bewohnerinnen verpflichten sich allerdings, die gemeinsame Hausordnung einzuhalten, wozu es zum Schutz der Bewohner z.B. gehöre, die Adresse nicht weiterzugeben.

Von verschiedener Seite erhielt Mission Freedom Unterstützung angesichts der erhobenen Vorwürfe. So hat sich das Diakonische Werk Hamburg gegenüber der taz zu seinem Mitgliedsverein gestellt. Auch der Bundesverband der Zeitungsverleger hat vor Ort Gespräche geführt und will an der Preisverleihung im Februar festhalten.

Der Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich, gleichzeitig im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz, bescheinigte in einer Pressemitteilung "professionelle Standards", von denen er sich vor Ort überzeugt habe. Frank Heinrich ist Vorsitzender des "Netzwerks gegen Menschenhandel" und schrieb: "Weder die Medien noch einzelne Institutionen haben das Recht, für sich die Deutungshoheit zum Thema Zwangsprostitution zu reklamieren."

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