MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Eine überaus positive Zwischenbilanz des ersten Projektjahres zog bei seiner Sitzung Ende Januar der Leiterkreis der von cirka 90 Gemeindeverbänden, Werken und Verlagen getragenen Initiative "Glaube am Montag". Begriff, Logo und Anliegen hätten sich etabliert und seien in überraschend vielen Gemeinden aktiv aufgenommen worden, so der Vorsitzende des Projekts, Pastor Ulrich Eggers, Verlagsleiter des Bundes-Verlages (Witten).

Ulrich EggersFrüher sei es für viele Christen üblich gewesen, sich aus der Gesellschaft herauszuhalten, betonte Pastor Christoph Stiba, Leiter des Dienstbereichs Mission im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden. Hier fördere das Projekt eine dringend nötige Wesensveränderung, bei der allerdings oft auch noch eine gewisse Hilf- und Ideenlosigkeit herrsche. Deswegen müsse das Thema dauerhaft auf der Tagesordnung der Gemeinden bleiben und weiter entwickelt werden.

In der Evangelisch Methodistischen Kirche sei "Glaube am Montag" durchweg stärker aufgenommen worden als das Vorgängerprojekt zum Thema Stille, berichtet Pastor Christhard Elle, Gemeindeberater der Kirche. "Entweder konkret im Alltag glauben – oder der Glaube ist gar nicht mehr da" sei eine der häufig gehörten Stimmen gewesen. Die EmK nimmt das Anliegen in ihrem nächsten Kongress als einen eigenen Themenbereich auf.

Konkret den Menschen zuwenden

Auch im Bereich des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes sei die Initiative überraschend stark wahrgenommen worden, berichtete Generalsekretär Theo Schneider. Bundessekretär Arthur Schmitt, Vertreter des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, wies darauf hin, dass die Thematik 2012 zum Jahresthema der Freikirche gemacht worden sei. Ein vom Bund entwickeltes Aktionsbuch sei in rund 15.000 Exemplaren verkauft worden und wurde in mehreren hundert Gemeinden eingesetzt.

Zugleich berichteten Leitungskreismitglieder, dass vereinzelt Gemeinde-Pastoren selbstkritisch eingeräumt hätten, eigentlich wenig davon zu wissen, wie etwa das Arbeitsumfeld ihrer Gottesdienstbesucher am Montag aussähe. Auch hier will "Glaube am Montag" einen Bewusstseinswandel unterstützten und helfen, die unterschiedlichen Lebenswelten von Gemeinde, Freizeit und Beruf zu integrieren. "Es geht darum, dass Christen in den ganz normalen Bezügen der Welt präsent sind und sich so wie Jesus den Menschen konkret zuwenden", so Birgit Fingerhut, Evangelistin bei Campus für Christus und Leitungskreismitglied.

Auch in der Schweiz wird die Initiative von einem ähnlichen Projektverbund verantwortet. Dr. Benedikt Walker, Leiter der VBG, berichtete, dass besonders die für "Glaube am Montag" produzierten Filmclips positive Wirkungen ausgelöst hätten. So habe etwa der Schweizer Bibellesebund jede Woche Alltags-Erfahrungen ganz normaler Christen aufgenommen, die im Internet als Inspiration zu "Glaube am Montag" abrufbar sind.

Finger in der Wunde

Bei aller Freude über die positiven Impulse der Initiative stellte der Leiterkreis zugleich aber auch einmütig fest, dass das Thema sich noch lange nicht erledigt habe. Anders als beim "Jahr der Stille 2010", das viele als Balsam für die Seele empfanden, sei mit diesem Projekt eher der Finger in eine Wunde gelegt und deutlich geworden, das Christen in der Gesellschaft noch viel tun müssten, um ihrem Glauben natürlich und eindeutig Profil zu geben. "Das Thema muss dauerhaft auf unserer Tagesordnung bleiben – auch wenn es erstaunlich ist, dass wir mit einem solch niederschwelligen Projekt, das nur vom Engagement der Partner lebe, solch eine starke Wirkung erzielt haben" ergänzt Dr. Christian Brenner, Generalsekretär des Bibellesebunds und Mitglied des geschäftsführenden Vorstands von "Glaube am Montag".

Die Initiative wird im April 2013 für alle beteiligten Werkspartner und Interessierten unter dem Titel "Boxenstop" eine kostenlose Broschüre mit Stimmen, Reaktionen und weiteren Ideen herausgeben, die bis zum Ende des Projektes im Dezember 2013 noch einmal neue Impulse geben und zugleich Freude an den positiven Reaktionen auf das Projekt vermitteln soll. Die Initiative selbst soll sich mit Ablauf des Jahres 2013 auflösen, der Lernprozess in Gemeinden und Werken aber soll weitergehen, die Homepage der Initiative bleibt bestehen: www.glaube-am-montag.de

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