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Rund 7000 Menschen nahmen am 19. September 2015 am Marsch für das Leben in Berlin teil und setzten sich so für das Recht auf Leben für ungeborene Kinder ein. Die Teilnehmerzahl war die höchste in der Geschichte des Schweigemarsches, den der Bundesverband Lebensrecht e.V. (BVL) seit 2006 veranstaltet.

Auftaktveranstaltung Marsch für das Leben 2015 (Foto: Markus Pletz)

Die Auftaktveranstaltung am Bundeskanzleramt begann mit einem stillen Gedenken an die im Mutterleib getöteten Kinder. Anschließend wurde zahlreiche Grußworte weitergegeben, u.a. von dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Volker Kauder und anderen Mitgliedern des Bundestages. Auch die Grüße mehrerer katholischer Bischöfe sowie die Anteilnahme syrischer und koptischer Christen und nicht zuletzt ein Segensgruß Papstes Franziskus erreichten die Teilnehmenden.

Nach Lebensberichten Betroffener und musikalischen Beiträgen erklärte der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann, das Anliegen aller Lebensschützer müsse es sein, ihre Botschaft friedlich in die Gesellschaft zu tragen, es gäbe keinen Platz für Extremisten und Fundamentalisten.

Der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht Martin Lohmann (Foto: Axel Nickolaus)Der Marsch für das Leben sei ein Marsch für Flüchtlinge, für alte Menschen und Ungeborene, die leben wollen. Die Gesellschaft dürfe nicht zusehen, wie Fliehende in überfüllten Booten ertrinken, alternde Menschen Angst vor dem Alter und Ungeborene kein Recht auf Leben haben: "Verzweiflung darf kein Grund zum Töten sein". Die Gesellschaft benötige ein schlichtes und ehrliches "Ja" zum Leben.

Im Vorfeld des diesjährigen Marsches hatten Vertreter der Partei "Die Linke" zu Sitzblockaden aufgefordert. Angesichts dessen wies Lohmann darauf hin, dass die Blockierung des Demonstrationsrechtes ein undemokratischer Akt sei. Es gelte somit, entschieden für die Meinungsfreiheit zu einzutreten.

Durch ein großangelegtes Polizeiaufgebot geschützt setzen sich die Teilnehmer schließlich in Bewegung. Im Gegensatz zum Vorjahr war es gelungen, die Gegendemonstrationen räumlich zu trennen, so dass der Marsch zu Beginn weitgehend störungsfrei verlief. Auf dem Boulevard "Unter den Linden" stockte der Zug dann aufgrund einer Sitzblockade von Gegendemonstranten, die zum großen Teil dem Aufruf eines linksautonomen Aktionsbündnisses gefolgt waren.

Die Polizei löste die Blockade auf, so dass der Marsch für das Leben nach einiger Verspätung in der Abschlussversammlung zwischen Berliner Dom und altem Museum mit einer Predigt des Weihbischofs Thomas Maria Renz abgeschlossen werden konnte.

MV-Präses Ekkehart Vetter schreibt im Rückblick: "Ich war gern in Berlin beim Marsch für das Leben dabei. Die Schweigedemonstration setzt ein dankenswerterweise unübersehbar wachsendes Signal für konsequenten Lebensschutz in Deutschland, nämlich von der Empfängnis bis hin zu seinem natürlichen Ende.

Für jedes Leben in diesem Zeitraum gilt die Aufforderung des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“, so steht es in diesem Basistext unserer Demokratie. Leider ist dieser Satz in Bezug auf die Abtreibungspraxis in unserem Land Schall und Rauch.

Ich habe mich gefreut, zahlreiche Freunde aus dem MV in Berlin beim Lebensmarsch zu sehen. Ich glaube, dass es absolut unsere Verantwortung ist, auf den Skandal der Abtreibung öffentlich deutlicher hinzuweisen und gleichzeitig barmherzig und liebevoll mit Menschen umzugehen, die diesbezüglich auf unterschiedliche Weise betroffen sind."

Der Veranstalter wertete den Marsch für das Leben 2015 als Erfolg und lud bereits für das nächste Jahr ein: Der Marsch wird am 17. September 2016 das nächste Mal stattfinden.

Mirko Steinkamp, Dirk Seifert

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