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Die uns von Jesus Christus geschenkte Freiheit habe Auswirkungen in das politische, soziale und öffentliche Leben, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Braunschweig). Im Braunschweiger Dom predigte Landesbischof Weber am Sonntag (20. Januar) anlässlich der weltweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen 2013.

Landesbischof Weber, Vorsitzender der ACK (Foto: F. Henning, ACK)Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen die Lage der indischen Christen und die soziale Ungerechtigkeit des Kastenwesens in Indien. Nach der Bibel gehören Verhalten und Frömmigkeit zusammen. "Die Nähe zu Gott kann nur durch das Teilen des Rechts mit den Rechtlosen gewonnen werden", so Landesbischof Weber. "Menschen, denen man das Recht vorenthält, denen man keine Würde zubilligt, solche Menschen sind 'dalit', sie sind zerbrochen (das Sanskritwort "dalit" steht für "gebrochen", "zerbrochen", "zertreten"). Die Dalits, die indischen Christenmenschen, denen wir die Liturgie für diesen Gottesdienst verdanken, sind 'Zerbrochene'", so Weber wörtlich.

Landesbischof Weber äußerte sich in der Predigt auch zu der in Indien in den letzten Wochen bekanntgewordenen alltäglichen sexuellen Gewalt gegen Mädchen und Frauen. "Diese Taten entsetzen uns, sie sind leider kein Einzelfall". Es gehe darum, sich für Geschlechtergerechtigkeit immer wieder einzusetzen. In diesem Zusammenhang verwies Landesbischof Weber auf ein Projekt der Tamil Evangelical Lutheran Church (TELC) in Indien, einer sogenannten Dalit-Kirche, die Partnerkirche der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig ist. (Mindestens 80% der indischen Christinnen und Christen haben einen Dalit-Hintergrund). In der TELC wurde ein Referat eingerichtet, um Männer und Frauen dabei zu unterstützen, von Gewalt geprägte Beziehungen zu überwinden.

"Die Suche nach Recht geschieht so, dass die leidenden Geschwister nicht vergessen werden, dass wir für sie bitten und beten, auf ihr Elend verweisen und gegen es ankämpfen", ermutigte der ACK-Vorsitzende die zahlreichen Gottesdienstbesucher.

Mitwirkende am Eröffnungsgottesdienst

Im ökumenischen Festgottesdienst wirkten auch der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen, Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit, Bischof Hans-Jörg Voigt, Pastorin Regina Claas und Erzpriester Radu Constantin Miron vom Vorstand der ACK mit, sowie Bischof Anba Damian von der Koptisch-Orthodoxen Kirche, Weihbischof Nikolaus Schwertfeger, Pröpstin Uta Hirschler, Domprediger Joachim Hempel und Vertreterinnen und Vertreter der ACK Niedersachsen und ACK Braunschweig.

Unter dem Bibelwort "Mit Gott gehen" (Micha 6, 6-8) feiern auch 2013 Christinnen und Christen in mehr als 100 Ländern weltweit die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland hatte gemeinsam mit der ACK Niedersachsen und der ACK Braunschweig zur zentralen Eröffnung der Gebetswoche eingeladen.

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