MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

Vielerorts erfordert des Mut, Christus zu bekennen. Von einer Geschenk-Aktion zum Ramadan in Ägypten berichtet der Arbeitskreis Religionsfreiheit der EAD und ruft zum Gebetstag für verfolgte Christen am 16. November auf.

Von einer mutigen Aktion ägyptischer Christen berichtet der Arbeitskreis für Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz Deutschland auf seinem Nachrichtenportal (www.ead.de/arbeitskreise/religionsfreiheit/nachrichten). Unter Berufung auf die Organisation Open Doors berichtet der Arbeitskreis aus Oberägypten, wo es noch nicht lange her ist, dass Christen bedroht und Kirchen niedergebrannt wurden.

Einige der dortigen Christen beschlossen, sich nicht von Furcht sondern von Liebe leiten zu lassen. Im Juli, während des Fastenmonats Ramadan, bereiteten sie kleine mit Essen gefüllte Taschen vor, die sie zum Fastenbrechen auf der Straße verteilen (während des Ramadans dürfen Muslime vor Sonnenuntergang keine Nahrung zu sich nehmen).

Enthalten war auch ein kurzer Gruß: "Lieber muslimischer Freund, ich grüße dich zum Ramadan. Möge der Segen, die Gnade und Güte unseres Herrn dein Leben bereichern. Die Bibel sagt uns 'Habt anhaltende Liebe füreinander. Liebt einander von Herzen'. Dein christlicher Freund."

In den sozialen Medien gab es aufgrund dieser Aktion zum Teil hitzige Diskussionen über die Motivation der Geschenke - und Gelegenheiten für Christen, auch dort die bedingungslose Liebe Gottes zu erklären. Dennoch - überwiegend erlebten die Initiatoren positive Reaktionen.

Für den 16. November 2014 lädt die Evangelische Allianz zusammen mit anderen Organisationen zum weltweiten "Gebetstag für verfolgte Christen" ein, an dem sich Gemeinden mit Hilfe von angebotenen Materialien beteiligen können (z.B. unter www.ead.de/gebet/gebetstag-fuer-verfolgte-christen/downloads.html oder www.opendoors.de/aktiv-werden/beten/gebetstag/bestellungwwgt).

Tausende von Christen sterben Jahr für Jahr gewaltsam wegen ihres Glaubens – obwohl die Vereinten Nationen das Menschenrecht auf Glaubens - und Bekenntnisfreiheit postulieren. Lange Zeit galt das Thema Christenverfolgung als Tabuthema. Doch die weltweite Verfolgung, Misshandlung, Vertreibung und ungerechte Behandlung von Millionen Christinnen und Christen lässt sich längst nicht mehr verschweigen oder beschönigen.

Seit 1996 wird in Deutschland von der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) im November der "Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen" vorbereitet, an dem sich nach Angaben der Weltweiten Evangelischen Allianz jährlich etwa 65.000 christliche Gemeinden beteiligen. Als Schwerpunktländer gelten in diesem Jahr Ägypten, Laos und Iran.

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