MÜLHEIMERVERBANDFreikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV)

„Eltern trauern um ihr totes neugeborenes Kind“ lautet der Titel des Faltblatts. Darin machen die Kirchen auf die Not trauernder Eltern aufmerksam, bieten Empfehlungen zur Begleitung und Begegnung an, und geben praktische Hinweise.

„In unseren Gemeinden gibt es Eltern, die unter dem Tod ihres neugeborenen Kindes, unter einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch leiden. Die damit verbundene Not und Belastung der betroffenen Familien bleibt meist unbekannt. Sie fühlen sich vielleicht allein gelassen oder ziehen sich zurück. In dieser Situation kann eine Begleitung durch die Gemeinde hilfreich sein. Deshalb macht die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen auf die Situation betroffener Familien aufmerksam und gibt den Gemeinden Hinweise und Empfehlungen“ – so der Vorstand der ACK in Baden-Württemberg in seinem Vorwort.

Im Faltblatt heißt es unter anderem: „In den Kliniken und Krankenhäusern sind die Seelsorgerinnen und Seelsorger erste Ansprechpartner. Sie stehen im Austausch mit Hebammen und Pflegepersonal. Sie sind offen für das Gespräch mit verwaisten Müttern und Vätern – sowie mit den Geschwisterkindern. Sie sind auch bei der Vorbereitung der Bestattung beteiligt und gestalten die Trauerfeier mit. Die Erfahrung zeigt: Je mehr die Eltern in der Zeit vom Tod bis zur Beerdigung selber handeln und mitgestalten können, desto besser können sie mit der Trauer umgehen und die Trauer in ihr Leben integrieren. ... Auch bei sehr kleinen Kindern – dazu gibt es gesetzliche Regelungen – sind würdevolle Formen des Abschiednehmens möglich.

In einigen Kliniken werden gemeinsame Bestattungen von totgeborenen Kindern durch die Klinikseelsorge durchgeführt. Viele Städte und Gemeinden stellen eigene Gräberfelder für totgeborene Kinder zur Verfügung. Wie in der jeweiligen Klinik verfahren wird, kann bei der Klinikseelsorge in Erfahrung gebracht werden.

An vielen Orten haben sich betroffene Eltern zu Selbsthilfegruppen – sogenannten „Regenbogen-Initiativen“ – zusammengefunden. Es gibt auch „Trauerpatenschaften“, in denen Eltern, die selbst den Verlust eines Kindes erfahren mussten, anderen Eltern in gleicher Situation zur Seite stehen. Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen und kirchlichen Beratungsstellen sind bei der Klinikseelsorge erhältlich. Mancherorts bieten Seelsorgerinnen und Seelsorger Trauergruppen für verwaiste Eltern an. Der zweite Sonntag im Dezember ist der weltweite Gedenktag für verstorbene Kinder. Christliche Gemeinden wirken an der Gestaltung von Gottesdiensten zu diesem Anlass mit.

Das Faltblatt kann bei der ACK-Geschäftsstelle bestellt werden. [http://ack-bw.de]
Einzelpreis: 0,20 € (Staffelpreise: 20 Expl. 3,00 €; 50 Expl. 7,00 €; 100 Expl. 12,50 €)

In der ACK Baden-Württemberg [http://ack-bw.de] arbeiten dreiundzwanzig Kirchen und kirchliche Gemeinschaften zusammen. Fundament dafür sind die Bibel und das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg wurde im Jahr 1973 gegründet.

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